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Neue Golfregeln ab 2008

Seit 2008 gelten neue Regelungen im Golfsport. Nun kann man von Regeländerungen eines seit Jahrhunderten betriebenen Sports auch keine Revolution erwarten. Natürlich gibt es auch immer mal wieder Änderungen, deren Sinn sich nicht auf Anhieb erschließt.
Ein Ball darf zum Beispiel jetzt auch im Bunker identifiziert werden (Regel 12-2). Er sollte es sogar, weil das Spielen eines falschen Balles nun auch im Bunker zwei Strafschläge nach sich zieht (Regel 15-3). Dass man einen in den Sand eingebohrten Ball (Spiegelei) nie wieder so schön zurücklegen kann, ist ja nun eher ein Vorteil für den Spieler. Aber wann passiert es schon mal, dass gleich zwei Bälle unidentifizierbar in einem Bunker landen?

Auch die Definierung einer Ausnahme für das Stehen auf der Puttlinie nach Regel 16-1e, ist jetzt keine dramatische Regeländerung, sondern erlaubt dieses, um eine fremde Puttlinie dadurch nicht zu betreten.
Bei der Egel 27-1 wurde die Formulierung "berechtigte Anzeichen" durch "bekannt oder so gut wie sicher" ersetzt. Durch diesen etwas griffigeren Text ändert sich aber in der Sache nichts. Letztlich kann jetzt wie vorher auch schon ein fieser Zähler anzweifeln, dass ein Ball auch tatsächlich im Wasser gelandet ist und nicht darüber hinaus. Letzteres bedeutet neben einem Strafschlag ja auch noch Distanzverlust.

Letztlich wird keine der Regeländerungen dazu führen, dass alle Golfer nach einmal eine Nachschulung bei irgendwelchen Regelabenden bekommen müssen.


Golfregeln in der Übersicht

Es sind nur 34 Regeln. Eigentlich überschaubar. Aber da es tausende von Spielsituationen gibt, die nach einer Regelung verlangen, ist die Anwendung dieser überschaubaren Zahl an Paragraphen nicht immer einfach. Sehr beliebt sind daher Fallbespiele, die wir Ihnen natürlich auch anbieten wolllen. Sie finden Sie durch einen Klick auf den Untermenüpunkt

Fallbeispiele

Die 2007 eingeführte CSA-Regelung hat dazu geführt, dass eine Reihe von Turnierergebnissen nachträglich korrigiert wurden. Zum Ärger vieler Golfer nach unten. Wie der CSA-Wert sich auswirkt und welche Neuerungen es für 2008 gab, erfahren sie durch einen Klick auf den Untermenüpunkt

CSA-Wert

Da es Golfplätze gibt, die sich nu sehr schwer in ein Einheitsschema pressen lassen, gelten hier und da neben den allgemeinen Golfregeln auch ergänzende Platzregeln. In diesen Platzregeln wird zum Beispiel festgelegt, wo sich Aus-Linien befinden, wie man sich bei Biotopen und Neuanpflanzungen zu verhalten hat oder wo aufgrund platzspezifischer Sonderheiten straflos Erleichterung in Anspruch genommen werden darf. Es lohnt sich also, vor dem Turnier auf einem fremden Golfplatz diese Platzregeln genau zu studieren.


Das Maß der Dinge: Royal and Ancient Golfclub of St. Andrews

Vom ältesten Golfclub, der seit Gründung ununterbrochen am gleichen Standort existiert, stammt das erste veröffentlichte Regelwerk für Golfer. Seither werden die Regel dort festgelegt. Allerdings erfolgt dies mittlerweile durch eine Zusammenarbeit zwischen dem Royal and Ancient Golfclub of St. Andrews (R&A) und der United States Golf Association (USGA). Die hier verabschiedeten Regeln haben für die gesamte Welt Gültigkeit.

Die deutsche Übersetzung der offiziellen Golfregeln erscheint ebenso wie die Überarbeitung der Golfregeln alle vier Jahre. Die Publikation "Offizielle Golfregeln 2004-2007" ist im Buchhandel oder im Internet unter www.golf.de/bookshop zum Preis von 6,95 Euro erhältlich.

Jeder Golfspieler sollte dieses kleine Regelbuch bei Turnieren im Bag haben. Allerdings gibt es auch kaum ein Buch, was so wenig zum Lesen einlädt. Doch da gibt es jetzt eine Alternative:
Entscheidungen zu den Golfregeln
Die „Entscheidungen zu den Golfregeln 2004-2005“ sind jetzt in einer neuen Auflage erschienen.
Beinahe alle denkbaren Fälle zur Auslegung der Golfregeln sind darin entschieden und beschrieben. Es ist die einzige von R&A Rules Limited lizenzerte und genehmigte Übersetzung in die deutsche Sprache.

Alle vier Jahre werden die Golfregeln vom Royal and Ancient (R&A) Rules Limited und der United States Golf Association (USGA) überarbeitet. Und alle zwei Jahre erscheinen diese sogenannten „Decisions“, also die „Entscheidungen“ zu den Golfregeln. Gegenüber der vorherigen Fassung sind 43 Entscheidungen neu, 47 Entscheidungen wurden revidiert, 148 wurden geringfügig überarbeitet und elf Entscheidungen wurden völlig zurückgezogen. Erstmals werden diese Änderungen gegenüber der Ausgabe 2002-2003 in einem gesonderten Kapitel aufgeführt. Mit in die Veröffentlichung eingeflossen sind auch zwei neue Entscheidungen, die der DGV in den vergangenen beiden Jahren beim R&A hatte anfragen lassen. Mit dieser Publikation legt der Deutsche Golf Verband (DGV) die einzige von R&A Rules Limited lizenzerte und genehmigte Übersetzung in die deutsche Sprache vor. Sie war die erste offizielle Übersetzung aus dem Englischen weltweit. Die „Entscheidungen zu den Golfregeln 2004-2005“ sind im Buchhandel, Amazon.de oder unter www.golf.de/bookshop zum Preis von 32,50 Euro erhältlich.



Online

Golfregeln im Internet

Natürlich sind die Golfregeln auch online abrufbar. Hier finden Sie die
Offiziellen Golfregeln 2004-2007 als PDF-Datei.

Außerdem hat der DGV die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten (FAQ)zu den Golfregeln zusammengefasst. Fragen beispielsweise zum Aufheben und Fallenlassen (Droppen) des Balls, zum "provisorischen Ball" oder aber zum Thema "Wasserhindernis" werden ausführlich behandelt und beantwortet. Diese Fragensammlung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie ersetzt nicht die Golfregeln und enthält keine verbindlichen Auskünfte des DGV-Regelausschuss, sondern soll nur die am häufigsten missverstandenen Golfregeln erläutern. Zur endgültigen Entscheidungsfindung ist je nach Lage der Situation ein Heranziehen der vollständigen Regeln oder der Decisions unerlässlich.

Die am häufigsten gestellten Fragen und Antworten zu den Golfregeln in der Zusammenfassung:

Rules of Golf

Nicht weniger interessant, vor allem aber wesentlich komfortabler aufbereitet sind die Golfregeln auf den Seiten der USGA und der R&A, St. Andrews. Man muss allerdings die englische Sprache beherrschen, eine Übersetzung gibt es nicht.



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Handicap-Schoner

Die Sache mit dem Stern

Um sogenannten Handicap-Schonern, also Leute, die jahrelang keine Turniere spielen, um dann mit ihrer hohen Vorgabe groß abzuräumen, einen Riegel vor zu schieben, sollen Spieler der Vorgabenklasse 1-5 (bis -36) künftig pro Jahr mindestens vier vorgabewirksame Turniere spielen. Solche Golfer sollen im Folgejahr auf Ihrem Clubausweis einen Stern hinter ihrer Vorgabe erhalten. Dieser Stern steht für "bestätigte Vorgabe". Bei Spielern, die weniger als vier Turniere spielen wird der Stern fehlen (steht für "keine aktuelle Vorgabe"). Die Wettspielleitung kann den Spieler in solchen Fällen die Teilnahme an einem Turnier verweigern oder ihn außer Konkurrenz spielen lassen. Erst wenn der Spieler wieder mindestens drei vorgabewirksame Wettspiele im aktuellen Kalenderjahr bestreitet, wird seine Stammvorgabe mit einem (*) versehen.

Im Jahre 2007 sollte dieses Verfahren erstmals angewendet werden, wurde jetzt aber vom DGV doch wieder zurückgezogen. Aber wer weiß? Vielleicht kommt es in den nächsten Jahren doch noch einmal zur Anwendung.



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Golfbegriffe (40):  Pitchmarke

Der nach einem Pitch steil herab fallende Ball hinterlässt vor allem in einem weichen Grün ein kleines Loch, das man als Pitchmarke bezeichnet. Es gehört zur Etikette , dieses Loch zu entfernen. Dazu gibt es eine Pitchmarken-Gabel, die jeder Spieler bei sich führen sollte, um den Boden für die anderen Spieler wieder 'auszubeulen'. Alternativ hilft auch ein langes Tee.

 

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